Kulturaufstand Blog

Liebe Kulturinteressierte, hier könnt ihr eure Meinung und Kommentare zu der Aktion „Kulturaufstand“ hinterlassen.

Viel Spaß! Eure Kultur Initiativgruppe aus Lünen

16 Antworten zu Kulturaufstand Blog

  1. Heinz Werner Kleine schreibt:

    Ich möchte auf diesem Wege die Aktion unterstützen, da ich nicht weiß, ob ich um 18 Uhr wieder in Lünen bin. Möchte mich den Worten von Barbara Höpping anschließen. Für mich ist Kunst und Kultur unverzichtbar.

  2. K.P.M.Wulff schreibt:

    was ist eigentlich wenn kultur die da ist nicht genutzt benutzt / also gebraucht wird // die also nur da ist weil die die sie machen das machen brauchen // ich möchte schon mal darüber reden / was für kultur denn der oder der so für sich braucht / so für sich ganz allein // wo ist eigentlich da der ort für und / wo die zeit // es braucht eine zentrale kulturkommunikationsplattform in und für lünen // glaube ich !//
    k.p.m.wulff

    • Barbara Höpping schreibt:

      Ich brauche Theater, Literatur, Musik, Kunst zum Leben und bin der Überzeugung, dass dies der Humus meines Lebens ist, auch ohne selbst Künstlerin zu sein. Aber Kunst ist ja nun auch kein Selbstzweck; sie braucht Antwort, Auseinandersetzung, Dialog, will auf einen Boden fallen, fruchtbar sein. Dass sie gesät und verbreitet wird, wünsche ich mir, dafür setze ich mich ein.

  3. Heide Hirschmann schreibt:

    Ich unterstütze die Aktion aus denselben Gründen wie Herr Dr. Giller u.f. Leider bin ich z.Zt. nicht in Deutschland und kann nicht persönlich teilnehmen, hoffe aber, dass es ganz viele Kulturfreunde für mich mit tun! Heide Hirschmann

    • Steffen Maletz schreibt:

      Die Aktion hört sich interessant an.Frage ist,wer sich welcher Erdgewürze bedient um sein machen und tun in der Gesellschaft zu ermöglichen und wie er sein vorhandenes Kapital was er sicherarbeitet wo in die Gesellschaft einbringt um Dinge die er für gut erachtet zu beeinflußen in unserem System.Aber dabei nicht andere Menschen in ihrem Verhalten zu kritisieren in einem Rahmen zu pressen oder auszugrenzen.

  4. Dr Roland Giller schreibt:

    Kultur kann nicht verordnet werden. Kultur muss von unten kommen.
    Statt millionenschweren Konzerthäusern (und weiteren Verlusten jedes Jahr) in jeder Stadt sollte die Basis die Mittel bekommen und z.B. das JeKi (Jedem Kind ein Instrument) Programm weitergeführt und sowohl musische als auch gestalterische Künstler unterstützt werden in den Schulen ihre Arbeiten vorzustellen und Kinder zu Workshops einzuladen.
    Kultur ist auch nicht die Begeisterung für Mozart oder Schönberg oder Rubens oder Richter, Kultur ist das Verständnis für die geistige Leistung, die in einem geschaffenen Werk zum Ausdruck kommt und der Anreiz selbst diesem Schaffen nachzueifern, um die Schönheit nicht nur zu bestaunen, sondern selbst zu erleben.

    Ich unterstütze diese Aktion um auf die Defizite in unserer heutigen von Informationsüberreizung geschädigten Kulturlandschaft aufmerksam zu machen.

    • Barbara Höpping schreibt:

      Lieber Dr. Giller,
      Recht haben Sie. Und wir hoffen, Sie lassen sich auch bekennd sehen am 21. Mai!
      Zu Ihrer Information über kulturelle Basisarbeit: Der Theaterförderverein finanziert spezielle Aufführungen für Kinder im Vorschulalter und theaterpädagogische Begleitung für Kindergärten und Grundschulen im Vorfeld der Kindervormiete im Heinz-Hilpert-Theater. Kleine Schrittchen, die hoffentlich für kulturinteressierten Nachwuchs sorgen.
      Barbara Höpping

      • Steffen Maletz schreibt:

        Ich finde die Aktion auch gut,obwohl die Aussage sich einsetzen für einen Kulturaufstand an sich schon einen verbalen Wiederspruch darstellt.Aufstehen für einen Kulturaufstand währe angebrachter oder hinsetzen für einen Kultureinsatz währe auch eine gute Überschrift.Ist nicht böse gemeint sondern nur eine werbale Korrektur der Aussagen in der Thematik!

  5. Olaf Schröder schreibt:

    Ralf.
    Klar, kann Dir nur zustimmen.
    Deshalb ist es mehr als Zeit für die Kultur (in unserer Stadt) auf zu stehen.
    Ich bin dabei, hoffentlich viele andere mit mir (uns)!

  6. Uli Roters schreibt:

    Ich habe davon gelesen und bin begeistert, aber ich habe an dem Abend schon einen Termin. Ich werde versuchen diesen Termin zu verlegen, denn die Kultur liegt mir als bildender Künstler aber auch allgemein und einfach so als Mensch sehr am Herzen und man muß ja auch ab und zu den Leuten mal zeigen, dass es auch noch etwas anderes gibt, neben den drei F: Fressen, Fernsehen und Fußball! Und auch Geld ist NICHT alles, Uli Roters

  7. Olaf Schröder schreibt:

    Peter.Ralf.
    Tja, das „liebe“ Geld. Schon sehr grossherzig von den Knucklebones sich derart zu engagieren!
    Ich, ebenfalls Musiker und freischaffend-brotloser Künstler, möchte hier von meinen Erfahrungen bezüglich des Mammons berichten:
    Ziemlich genau vor 2 Jahren habe ich gemeinsam mit Joachim Hinze versucht, die alte Westfalia Kantine einer neuen, kulturellen Nutzung zu zuführen. Es sollten Proberäume in Kombination mit einem Tonstudio entstehen. Fasziniert von der Architektur des Gebäudes – es steht unter Denkmalschutz und war derzeit in Besitz eines Immobilienkonsortiums und somit ein Spekulationsobjekt – und unserem Konzept erhielten wir zwar viel Zuspruch, doch Niemand – inkl. LWL- war bereit entsprechend zu investieren. Zwar möchte jeder von Kulturschaffenden bespaßt, unterhalten oder berieselt werden, nur sehr Wenige sind jedoch bereit, überhaupt die Infrastrukur zu schaffen, als Voraussetzung für kulturelles Leben und Wirken.
    Im Gegenteil. Vllt. haben die Herren Musiker schon von der „Ladestraße 22“ gehört oder gelesen?:
    Vordergründig soll hier Raum zum Proben geschaffen werden. Der Besitzer -Immobilien Loer- jedoch verlangt nicht nur überzogene Mieten, er verklärt auch die Vorrausetzungen. So seien alle Räume schallgedämmt (es sind lediglich 2). Joachim versuchte nun hier das Kantinen-Konzept unter zu bringen, sollte hierfür aber wiederum in Vorkasse gehen. Unter dem Mäntelchen des doch ach so kultur-engagierten Herrn Loer, steckt also auch nur die Gier nach immer mehr und mehr. Eine Luftnummer also.
    Hertie-Gebäude und Lichtburg sind weitere Beispiele für Spekulationswahn.
    Wenn ich an meine Jugend zurück denke, wären diese Gebäude wahrscheinlich bereits „Instandbesetzt“!

    • Ralf Vennemann schreibt:

      Peter, wenn wir in Sachen „ehemaliger Westfalia-Kantine“ vom gleichen Gebäude reden, nämlich dem direkt am Parkplatz und dem abgezäunten Bereich stehenden „Schloß“, kommen mir die Tränen. Dieser Bau hat ein ganz eigenes Gesicht. Er würde sich für eine „Kultur-Hochburg“ förmlich anbieten. Aber – dieses Gebäude verfällt mehr und mehr. Und ich bin mir sicher, dahinter stecken Planung, Absicht und Profitdenken. Ohne den Bau gäbe es da eine größere, zusammenhängende und gewerblich nutzbare Fläche.
      Das Ding mit der Ladestraße ist (meiner Meinung nach) völliger Kappes. Das war früher ein offener Verladeraum, halt „Ladebahnhof“, in den sporadisch Rigips-Wände gesetzt wurden, um dort Wohnungen für Asylanten zu errichten. Halt eine rein politische Äußerung in Sachen: Wir tun etwas für die Lüner Kulturschaffenden!
      Seltsam, – hier würde investiert, um ein „Aushängeschild“ für die „Lüner Kultur“ zu etablieren … und andere, sich anbietende Gebäude werden dem Verfall preis gegeben.

  8. Peter Weltner schreibt:

    Zum Thema „Kulturaufstand“ (Veröffentlichung ausdrücklich genehmigt).
    Als Musiker hat mein Beitrag natürlich das gewaltige Defizit in der Musikerziehung als Thema. Schon der griechische Philosoph Sokrates (470-399 v. Chr.) wusste was unsere Politik heute offensichtlich nicht kennt. „Erziehung durch Musik ist der wichtigste Teil der Erziehung“. Aber auch der deutsche Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900) erklärt uns: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum!“
    Möglicherweise liegt das vorhandene Defizit unseres Bildungswesens in Bezug auf Musikerziehung in direktem Zusammenhang mit den Klagen der Lehrer, die die heutigen Schüler zappeliger, unsozialer, aggressiver, unkonzentrierter und egozentrischer wahrnehmen. Musizieren führt zur Aktivität und regt die Vorstellungskraft an, ganz im Gegensatz zum weitverbreiteten passiven Konsumieren vor dem TV-Gerät. Durch die ständige Berieselung von außen verliert der Mensch nach und nach seine Kreativität, seine schöpferischen Fähigkeiten.

    • Ralf Vennemann schreibt:

      Peter. Es gibt tatsächlich noch viele engagierte Lehrer, und das insbesondere auch im Bereich der musikalischen Weiter – und Fortbildung.
      Wir haben mit unserem Blues meets Schüler – Projekt in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen jedenfalls definitiv Türen öffnen und für den dortigen Musikunterricht neue Impulse streuen können. Das liegt aber auch am Engagement der verantwortlichen Pädagogen.
      Und zumindest bei der GSG Lünen waren hier mit Sandra Horn und Gregor Lelgemann zwei hoch engagierte Lehrkräfte am Werk.
      Mit unserem Projekt konnten wir auch bei einigen anderen Schulen bereits Interessse wecken. Die „Pauker“ liegen also offensichtlich doch nicht nur auf der faulen Haut, und regen sich über zappelige, unsoziale, aggressive, unkonzentrierte Schüler auf. Negative Schwingungen seitens unserer teilnehmenden Schüler konnte ich in keinster Weise feststellen. Im Gegenteil. Alle waren hoch motiviert und hatten Spaß an der Sache.
      An vielen weiterführenden Schulen existieren Bigbands und andere Musik-AGs, die von engagierten Pädagogen geführt werden.
      Nur, es hapert wohl an der Förderung seitens der Schulverwaltungsämter. Wir als Band sind gerne dazu bereit, auch weiter unentgeltlich unseren Beitrag im Rahmen von Workshops zu leisten. Bisher stehen wir damit aber ziemlich alleine da.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Künstler aus anderen Sparten wie z.B. Theater und Malerei hier viele positive inputs streuen könnten.
      Aber, viele leben von ihrer Kunst. Und alleine aus diesem Grund sollten dafür dann auch die nötigen Gelder zur Verfügung stehen. Und daran hapert es dann leider doch.

      • Peter Weltner schreibt:

        @Ralf.
        Die Kinder, die Du bei Eurer Aktion in der Geschwister-Scholl-Schule gesehen hast, genießen bereits Musikunterricht. Sie fallen folglich – und logischerweise – nicht in die von mir beschrieben Gruppe.
        Aber wem sag/schreib ich das. Das weißt Du ja sicher selbst. 😉

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